Thrill Me

Die Leopold & Loeb Story

Ein Musical nach einem wahren Kriminalfall
Buch, Musik und Gesangstexte von Stephen Dolginoff
Deutsch von Bernd Julius Arends
Regie: Michael Heller

Chicago, 1924: Den beiden gut situierten Jura-Studenten Nathan Leopold und Richard Loeb haben es Friedrich Nietzsches Theorien über den Übermenschen angetan. Besonders Richard fühlt sich über den Rest der Gesellschaft erhaben und will mit Hilfe von Nathan die perfekten Verbrechen begehen. Handelt es sich zu-nächst nur um Einbrüche und Brandstiftungen, so wird der Reiz über dem Gesetz zu stehen, mit der Zeit immer größer. Ein nicht aufzuklärender Mord an einem 14-jährigen Jungen, soll sie endgültig als Übermenschen klassifizieren. Denkt man zu Beginn, Nathan sei Richard vollkommen ergeben und wäre für diesen lediglich Mittel zum Zweck, erfährt das Publikum durch eine unerwartete Enthüllung Nathans am Ende des Stückes, dass die Machtverhältnisse zwischen den Beiden doch anders sind, als man vorerst dachte.
Dieser außergewöhnliche Musicalstoff von Stephen Dolginoff, der unsere Vereinsarbeit verfolgt und trotz großer Entfernung maßgeblich unterstützt, erlaubt dem Publikum einen Einblick in die menschlichen Abgründe zweier junger Männer.

Das Musical, basierend auf einer wahren Begebenheit über die „Thrill Killers von Chicago“, wurde für viele Preise nominiert, erhielt den ASCAP Music Award und wurde mittlerweile in fast 200 Produktionen in 20 Ländern gezeigt. Der Fall Leopold & Loeb wurde medial bereits mehrfach aufbereitet. Unter anderem in Alfred Hitchcocks Film „Cocktail für eine Leiche“ nach dem Roman „Compulsion“ von Meyer Levins oder auch als Theaterstück „The Rope“ von Patrick Hamilton.

Die Produktion

Stücke mit großen Ensembles sind pandemiebedingt ohne Einschränkungen wahrscheinlich länger nicht durchführbar. Unsere Produktion bietet sich deshalb besonders an, da das Kammer-Musical von nur drei Personen vorgetragen wird: zwei Schauspielern und einem/einer PianistIn am Flügel.

THRILL ME war unsere erste Produktion, deren Premiere 2018 am Admiralspalast Berlin stattfand und auf außergewöhnlich positive Resonanz stieß. Darauf folgte ein ebenso erfolgreiches Gastspiel am First Stage Theater in Hamburg. Das OFF-Musical lebt von der intimen Atmosphäre im Theatersaal sowie den leisen und teils düsteren Momenten. Während auf der einen Seite der Spannungsbogen bis ins Unermessliche gespannt wird und die Protagonisten mit ihrer kruden Weltanschauung erschrecken, sprudeln sie auf der anderen Seite zugleich nur so vor Humor und bringen den Zuschauer dadurch ebenso zum Lachen wie zum Weinen.

Der Flügel nimmt in unserer Inszenierung eine besondere Rolle ein. Die unkonventionelle Bespielung erzeugt eine zusätzliche Klangebene: Es werden Saiten gezupft oder mit der Hand geschlagen, mit einem Blatt Papier bedämpft oder auf dem Rahmen geklopft. Dieses Spiel wird durch tontechnische Effekte erweitert und schafft es so, dem Publikum ein komplett neues Hörerlebnis zu bieten. Alles live.
„Ein Störgeräusch, das auf beängstigende Weise korrespondiert mit der gestörten Beziehung zwischen Nathan und Richard, die exemplarisch vor Augen führt, wohin zu viel unreflektierte Nietzsche-Lektüre führt: zum irri-gen und irren Glauben, ein Übermensch zu sein – mit all seinen Folgen“ (Jan Hendrik Buch-holz, Kulturfeder).

Dieses spannende Zwei-Personen-Kammermusical wurde von Michael Heller inszeniert. Unsere Premierenbesetzung: Lidia Kalendareva am Flügel (Salut Salon, Theater Des Wes-tens, Staatsballett Berlin), Kevin Köhler als Nathan Leopold (u.a. Starlight Express, Disneys Tarzan, Disneys Glöckner Von Notre Dame) und Gerrit Hericks als Richard Loeb (u.a. Rent, Dirty Dancing, Disneys Glöckner Von Notre Dame).

Die Aufführungsrechte liegen beim Verlag Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin.

Pressestimmen

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Es empfiehlt sich als Geheimtipp für Musical-Gourmets. Bitte mehr davon!

Musicalzentrale

Stille und ein fast greifbares Entsetzen beherrschten teil-weise den Saal!

Sanja Ahrends, Musical 1

Fasziniert und erschreckt gleichermaßen“ „Mal ruhig, me-lancholisch, mal dunkel wie ein verregneter Novembertag oder hell aufflackernd wie das gelegte Feuer.

Rosalie Rosenbusch, Blickpunkt Musical

Ein sehr empfehlenswertes und reizvolles Stück, das un-terhält und zum Nachdenken anregt.

Veronica Schweiger, Bühnennetzwerk
Lidia Kalendareva

Pianistin & Musikalische Leitung

Kevin Köhler

Nathan Leopold

Bilder der Produktion

Credits

Regie: Michael Heller
Musikalische Leitung: Lidia Kalendareva
Kostüme & Requisiten: Michael Heller
Lichtdesign: Lennart Götzen & Michael Heller
Sounddesign: Lennart Götzen
Regieassistenz: Jasmin Hawlicek